Wir laden am  24.06.2017 von 9.00 Uhrbis 16.00 Uhr zum Rosenfest mit Besichtigung des Rosenfeldes ein - unsere Mitarbeiter beantworten alle Fragen rund um die Rose und alle freuen sich auf ihren Besuch!

Über den Dingen stehen - oder besser sitzen -

lernt man nach fast 30 Jahren in der Marktwirtschaft und manchmal fragt man sich, ob man überhaupt das Rentenalter erreicht - man erreicht es. 

Wolfgang Müller, Gründer der Baum-u. Rosenschule Wolfgang Müller  Sohn K.G. wird 65.

Er fährt zwar auch schon einmal mehr in den Urlaub, aber seine Lieblingsplätze sind immer noch das Baumschulfeld - und der Hochschlepper..

 

Wir haben die Daumen gedrückt, sie haben die Daumen gedrückt.... aber der  dringend notwendige Regen kam nicht in unserer Region an..  Da aber die frisch gepflanzten Kulturen unbedingt angegossenwerden müssen, haben wir das mit einem großen Wasserwagen und zusätzlichem Arbeitskrätenaufwand selbst gemacht.  Wir und unsere Mitarbeiter sind also immer vor neue Herausforderungen gestellt.
Jetzt sind die Kulturarbeiten dran. Bei den veredelten Hochstammrosen, die wir im Herbst verkaufen, werden die aus den Veredelungsaugen gewachsenen Triebe pinziert, also eingekürzt.  Damit wird die Verzweigung  zu einer schönen, dichtbuschigen Kronegefördert. 
Alle Wildtriebe, die aus dem Stamm und aus der Wurzel kommen, müssen entfernt werden.Das so genannte ´Wildern´ machen  wir 4-5 mal  in der Vegetationszeit an den Stämmen. Auf Foto 7 ist zu sehen, wie viel Wuchskraft in der Rose steckt. Etwa  4 Wochen nach dem ersten ´Wildern´ mit Schere und Wildereisen sind  die Triebe schon wieder bis zu 30 cm lang und nehmen der Krone Licht und Nahrung weg.


Am Anfang steht eine optimale Bodenvorbereitung. Die Bodengare dürfte nach diesem Winter mit Frost gegeben sein, der Boden ist wunderbar krümelig und nach der Bearbeitung weich wie Watte.
Obst wird mit der Hand in vorgezogene Rillen gepflanzt. Die vielen Winterhandveredlungen sind empfindlich. Grundsätzlich müssen die Unterlagen sehr gerade und in der Reihe stehen.  Wenn wir mit der Hand pflanzen, sichern wir mit dem gewissenhaften Antreten einen guten Bodenschluss.

Beim Abwerfen, so der baumschulisch - fachlich richtige Begriff, wird über dem angewachsenen Auge, welches  im letzten Sommer bei der Okulation eingesetzt wurde, die Unterlage abgeschnitten.  Damit soll alle Wuchskraft in das winzige Auge gehen, damit sich im Laufe des Jahres eine kräftige Rose oder ein kräftiger Obstbaum entwickelt. 

Bild 1 und 2 - Vor dem Abwerfen wurde die Unterlagenkrone schon mit einem Spezialanbaugerät reduziert und das Schnittgut gehächselt. jetzt steht nur noch ein Stück Stamm mit dem angwachsenen Auge da.  Bei manchen Gehölzen muss das Auge auch vor Frost geschützt werden, deshalb bekommen sie eine Vliesabdeckung.
Bild 3 und 4 - Hier hilft uns Technik. Es sind  pneumatische Scheren, die mit Druckluft arbeiten. Der Luftdruck erleichtert den Schnitt durch die manchmal recht kräftigen Kronen.
Bild 5 und 6 - Ein weitere technische Neuerung, aber eben teurer, sind die elektrisch betriebenen Scheren, die über eine Weste zum Einsatz kommen. Sie sind noch handlicher und entlasten die Hand.
Bild 7 und 8 - Auch Rosen werden veredelt. Die angewachsenen Augen gehen mit reduzierter Krone unter einem Vlies in den Winter. Jetzt wird der Rest Unterlage noch passgenau über dem Auge abgeworfen - also abgeschnitten.